Welche Stille ...

Bericht über die Vorstellung des sorbischen Requiems am Sonntag, den 10. November 2019, 16:00 Uhr in Kittlitz bei Löbau - von Christian Kessner*

 

Mit den bekannten Worten des 84. Psalms “Wie lieblich sind deine Wohnungen” und mit dem großen Amen endete am Sonntag, dem 10. November, das Sorbische Requiem von Korla Awgust Kocor in der fast voll besetzten Kitlitzer Trinitasiskirche, also am Ort der langjährigen Tätigkeit des hoch geehrten Dorfkantors und Lehrers, des Nestor der sorbischen Kunstmusik.

Vorgetragen wurde das Requiem von vor allem deutschen Sängerinnen und Sängern, Sängern, die sich zum Lobe Gottes versammeln, den Kirchenchören Löbau und Zittau unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Christian Kühne und unter der Begleitung eines nicht ganz kleinen Orchesters. Als Solisten hörten wir ein ausgewogenes Quartett. Dass die sorbische Sopranistin Romy Petrick aus Dresden ihre Partie meistert, war für Sorben keine Überraschung. Aber, dass alle anderen Solisten und vor allem der große Chor (ich habe an die 64 Sänger gezählt) so gut und verständlich sorbisch sangen, das habe ich nicht erwartet.

Natürlich, den nicht-sorbischen Choristen stand mit den Sängern des Chores Budyšin (Dirigent: Michael Janze) ein Chor zur Seite, der seit Jahren hier und da bemüht ist, zu den deutschen Nachbarn Brücken zu bauen, ohne dass der Chor das sorbische Publikum aus dem Augen verloren hätte. Und, wie ich hörte, hat sich Herr Martin Wirth als verlässlicher Gast bei den Proben in Löbau eingefunden;  er hat gewiss den einen oder anderen Hinweis zur Aussprache gegeben.

Jetzt aber nach Kittlitz: Ich kam aus Lohmen herbeigefahren, gemeinsam mit meinem ältesten Enkel, einem zwölfjährigen Jungen. Zuerst besuchten wir das Grab des Meisters Kocor an der Friedhofsmauer, wo ein Blumengesteck mit sorbischen Farben lag. Ich war mir nicht sicher, wie viele Leute hier überhaupt noch die sorbische Trikolore kennen, blau – rot - weiß? Und: wie viele sorbische Besucher würden wohl im Konzert sein? Die Zeiten ändern sich, und das Wort GOTTES in sorbischer Sprache schweigt schon seit Jahrzehnten in der Kittlitzer Kirchgemeinde...  Dann aber in der Kirche: sorbische Worte hier und da. Ohne Zweifel war das etwas Besonderes für die in der Mehrheit deutschen Besucher.

Was ihnen (den deutschen) vielleicht nicht so bewusst war, ist doch das: In den vielen Jahrhunderten  des Zusammenlebens von Sorben und Deutschen in der Lausitz würden wir jetzt, am 12.11.2019, in Kittlitz etwas erleben, das es meines Wissens so noch nie gab: überwiegend deutsche Kirchenchöre tragen unter Leitung eines Deutschen ein Hauptwerk - man kann wohl schon sagen: eine Perle - der sorbischen geistlichen Musik und überhaupt der sorbischen Kunstmusik vor...

Ehe das Requiem begann, sprachen die Frau Pfarrerin Süßmitt und Friedhard Schneider-Krawc, ein Mitglied der Kittlitzer Gemeinde, einer, der sich um das Sorben tun in der Löbau Gegend sehr bemüht.

Die Pfarrerin sprach sehr zu Herzen gehend und ernst und scheute sich auch nicht, das Problem der Fremdheit anzuschneiden. Ja, als Sorbe kann man es bedauern, man kann sogar darüber weinen oder darüber ärgerlich sein, der Fakt aber bleibt: für die Mehrheit der Einwohner in dieser Gegend der Lausitz ist das sorbische eine Fremdsprache (geworden) und ist das Sorbentum im besten Falle etwas Vergangenes. Das ist eben so, wie man so sagt... Und so ist es für die Kirchgemeinde alles andere als ein alltäglicher Schritt, ein sorbisches Oratorium aufzuführen.

Die Pastorin hat schließlich darauf aufmerksam gemacht, dass in GOTT keine Fremdheit ist, und dass die Musik uns alle verbindend. (Als Psychologe möchte ich noch hinzugeben: Ja, die Musik kommt aus der Tiefe des Welt-Ganzen, sie repräsentiert eine geistige Grundlage unseres Seins, eine Grundlage auf welcher auch die Nationen mit ihren Identitäten stehen.)

Herr Schneider-Krawc hat uns danach mit lieben sorbischen Tönen übergeleitet in das Oratorium, und aus der lauten Antwort aus dem Publikum auf seine beiden Grüße - für die katholischen sorbischen Besucher: Chwaleń Jězus Chryst!” / “Gelobt sei Jesus Christus!”, und für die evangelischen sorbischen Besucher Pomhaj Bóh!”/“Gott hilf!” wurde es klar, wie viele Sorben sich in Kittlitz eingefunden hatten.

Und dann erklang der erste große Chor auf die Melodie “O Haupt voll Blut und Wunden”, gesungen auf den Text des aus der Niederlausitz stammenden Pfarrers Salomo Liscow.

Ich selbst kann die gesamte Aufführung nur loben. Von den Solisten möchte ich Romy Petrick hervorheben mit ihrem im Pianissimo vorgetragenen “Sieg” in der Nummer 6 (“Ich weiß, dass mein Erlöser lebt”) und von dem Chor die große Gemeinsamkeit. Der Eindruck bei mir war, dass ein Geist herrscht.

Weil ich kein Musiker bin, habe ich mich für diesen Bericht ein wenig umgehört. Als erstes möchte ich meinen Enkel zitieren. Er hatte den Kopf ganz nach vorne geneigt und war sehr bei sich selbst. Auf einmal aber hat er mich flüsternd angesprochen: “Das ist schön!”

Und das habe ich dann noch erfahren, zuerst das von den Deutschen: “Diese wunderbare Musik... Es war keine Schwere, es war leicht... Ich wusste überhaupt nicht, welche ein Mann hier bei uns in Kittlitz lebte... Und ich habe über viele Jahre das Grab gepflegt von Kocor... Es war so volkstümlich, so nahe, wie wir selbst empfinden... Die Chöre, die haben mich überzeugt, die waren überwältigend schön... Ich hatte eine  Totenmusik erwartet, und habe eine Auferstehungsmusik gehört... Dieser tragende Bass-Solist, er hat so voller Innigkeit gesungen...  Wir haben uns wirklich um eine gute Aussprache bemüht, wir haben lange, lange geübt... Gut, dass wir immer den deutschen Text dabei hatten... Das war etwas ganz Besonderes für Kittlitz... Wie schön, dass wir unseren Kantor Kühne haben, der das alles so schön organisiert hat...”

Und Sorben sagten mir: “Přemóžacy (Überwältigend)... To ja njesym wočakowała. (Das habe ich nicht erwartet.)... Tajka nalada! (Diese Atmosphäre!)... Tajka próca chórow, solistow a  kantora! (Diese Mühe der Chöre, der Solisten und des Kantors)...”

Ja, der Kantor. Zu ihm muss noch etwas gesagt werden: Musik kommt von Gott, in der Aufführung aber fließen alle Töne durch den Menschen hindurch, zuerst einmal durch den Kantor. Und das funktioniert nicht, ohne dass so ein Kantor sein Herz öffnet. Und das hat Herr KMD Christian Kühne getan.

Dafür ihm und allen Mitwirkenden ein Vergelt’s GOTT.

* Dieser Bericht ist eine Übersetzung des für die Monatszeitung der evangelischen Sorben geschriebenen sorbischen Originals  

Schnuppern bei den Pfadfindern

Schnuppern bei den Pfadfindern

Der Begründer der Pfadfinderbewegung soll einmal gesagt haben: "Pfeif auf die Regeln! Probiere es aus." (Lord Robert Baden-Powell) Besorgten Eltern wäre wohl unweigerlich der Mund offen stehen geblieben, hätten sie ihre Sprösslinge so mit Feuer und Äxten hantieren sehen wie in den Herbstferien auf dem Kittlitzer Pfarrhof. Dort lagerten eine Woche lang Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der Oberlausitz, Cottbus und Meißen. Doch keine Sorge, alle Finger blieben dran und die Feuerwehr musste für uns nicht ausrücken. Die 11- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen haben

gelernt, mit scharfen Werkzeugen umzugehen und ihren richtigen Einsatz geübt. Denn Pfadfinder bauen viel, wenn sie in ihren Lagern zusammenkommen. Eindrücklich war das 12 Meter hohe Holzkreuz, das auf der Pfarrwiese zwischen den schwarzen Zelten, den sogenannten Kohten, stand. So eine Kohte ist kein Wurfzelt und allein bekommt man sie nicht aufgebaut. Dafür sind mehrere Pfadfinder nötig, die mit zufassen und verstehen, die richtigen Knoten zu knüpfen. Gemeinschaft wurde großgeschrieben und abends am Lagerfeuer, sangen wir traditionsreiche und moderne Lieder, erzählten Geschichten und tranken Tschai, diesen Gewürztee, für den jede Pfadfindersippe ein eigenes Rezept weiß.

Besonders an diesem Pfadfinderlager war, dass auch Kinder eingeladen waren, die noch keine Pfadfinder sind. Und so mischten sich unter die Pfadfinder mit ihren grauen Hemden und blauen Halstüchern viele Kinder, die unser Lagerleben miterleben wollten. 41 Kinder und Jugendliche kamen zusammen, die gemeinsam spielten, bauten und Pfadfinderfertigkeiten lernten. Organisiert wurde dieses Lager von den Pfadfinderbünden „Verein Christlicher Pfadfinder“ aus Bertelsdorf und den „Christlichen Pfadfindern Deutschlands“ aus Meißen und Kittlitz.

Pfadfinder gibt es inzwischen seit sechs Jahren in unserer Gemeinde. Wir treffen uns jeden Samstag zwischen 9.30 und 11.30 Uhr auf dem Pfarrhof in Kittlitz. Wer auch hier mal "schnuppern" möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Diese Einladung richtet sich nicht nur an die 10- bis 16-jährigen, sondern auch an Erwachsene, die den Aufbau der Pfadfinderarbeit in unserer Gemeinde unterstützen möchten. Gemeinsam stellen wir uns mit den christlichen Pfadfindern in aller Welt unter die Losung „Allzeit bereit“.

Rufen Sie mich gern an, wenn Sie dazu Fragen haben. Ihr Marco Süßmitt (Tel.: 01735419272)

22. Erntedankfest in Kittlitz

Am 29. September feierten wir in Kittlitz Erntedankfest.

Das Anliegen dieses Festes ist es, Danke zu sagen für all die guten Dinge, mit denen wir das Jahr über von Gott beschenkt werden. Schon am Samstag vor dem Fest, als die Gaben gebracht wurden und die Kirche geschmückt wurde, lag der Dank auf der Hand und auf den Lippen. Die Gaben wurden von vielen Helfern mit liebevoller Hand sortiert und dekoriert. Wir mussten schauen, wo wir auf den Stufen vorn überhaupt noch treten konnten.

Am Sonntag dann war alles ganz festlich. Der Posaunenchor spielte, der Chor sang und die Gemeinde stimmte in das Loblied ein. Die Kinder aus dem Kindergarten haben uns Lieder und Gedichte gebracht und beherzt vorgetragen und darin ihre Freude an Gottes Schöpfung kundgetan. Und die Schulkinder brachten dieses Jahr ein Theaterstück vom Apfelbaum mit, das uns deutlich machte, wie in Gottes Schöpfung alles zusammengehört und zusammenwirkt.

Ein Dank an dieser Stelle an die Schule und den Kindergarten!

Hernach trafen wir uns in gewohnter Weise im Schlosspark zum Mittagessen und Kaffeetrinken. Voll besetzt waren die Tische um die Mittagszeit und es boten sich viele Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Dank an Daniel Wagner, der in diesem Jahr für die Musik sorgte. Ein Dank ebenso an alle Helfer aus den Kittlitzer Vereinen, die im Park auf- und abbauten, an den Ständen Speise und Getränke verkauften und sich auf je eigene Weise einbrachten.

Ein echter Hingucker war in diesem Jahr übrigens der Honigstand, an dem „Pfarrhofhonig“ angeboten wurde.Die Bienen hatten den Sommer über auf dem Friedhof gesammelt und eine beträchtliche Ernte eingebracht.

Nachmittags trafen wir uns noch einmal in der Kittlitzer Kirche und lauschten dem Konzert vom „Faulen Lenz“ aus Mittelherwigsdorf. Als geistliche Musik mag man diese Musik wohl nicht bezeichnen, aber aus den Liedern und Instrumenten klang die pure Lebensfreude und das ist schließlich auch eine Form Danke zu sagen.Wir haben es so empfunden und genossen.

Übrigens feiern wir in unserer Gemeinde mit ihren beiden Kirchen nach wie vor zweimal Erntedankfest. Eine Woche später, zum regulären Erntedanktag, trafen wir uns in der Kirche Nostitz. Da war auch diese Kirche mit herrlichen Gaben hergerichtet und der Raum war erfüllt vom Duft der Äpfel und Quitten.

Um einiges unaufgeregter ist das Erntedankfest in Nostitz, vielleicht auch ein Stück inniger. Neben den Nostitzern kommen hier viele der Helfer, die in der Woche zuvor in Kittlitz mitgewirkt haben und nutzen die Möglichkeit, Gott noch einmal ihren eigenen Dank zu bringen.

Volleyball

Der Kittlitzer Pfarrhof ist im Sommer einfach herrlich.

Deswegen haben wir die Jugendlichen aus der Jungen Gemeinde und aus den Konfirmandengruppen in Löbau und Kittlitz am ersten Freitag des neuen Schuljahres zum Volleyballspielen eingeladen. Sie haben sich wacker geschlagen!

Danach gab es reichlich gutes Essen und gegen Abend haben wir uns noch am Lagerfeuer getroffen und gesungen. Das sollten wir öfter machen!

Himmelfahrt 2019

Wie schön ist es, bei lieben Leuten zu Gast zu sein. In diesem Jahr waren wir eingeladen nach Carlsbrunn in die Obstpresse zu Familie Stark.

Am Abend zuvor fanden sich dankenswerterweise schon viele fleißige Helfer, die die Zelte aufgestellt und alles vorbereitet haben.

Der Morgen des Himmelfahrtstages hielt bestes Wetter für uns bereit. Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Menschen zusammen zum Gottesdienst und wir erlebten eine ganz gesegnete und bestärkende Zeit. Es ist etwas Eigenes, Gott inmitten seiner Schöpfung zu loben. Dankbar haben wir das empfunden.

Die Kinder kamen auf ihre Kosten. Im Kindergottesdienst ging es um Gottes gute Gaben ganz praktisch: Da wurden Äpfel zu frischem Saft gepresst und hernach von allen verkostet. Außerdem gab es auf dem Gelände die Möglichkeit, Fußball zu spielen, zu klettern oder die beiden Ponys Marianne und Bernd zu kraulen.

Nach dem Gottesdienst blieben wir zusammen zum Mittagessen und für Kaffee und Kuchen und genossen die gemeinsame Zeit, die uns geschenkt war.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir all denen aussprechen, die mit ihrer tatkräftigen Hilfe an diesem Tag mitgeholfen haben. Ganz besonders danken wir Familie Stark, dass wir zu Gast sein durften. Und schließlich gilt unser Dank unserem Schöpfer, der uns in diesem Moment so gegenwärtig war und uns seinen Segen hat spüren lassen.

Der Herr ist auferstanden!

Eine große Bewegung liegt in den Tagen zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag. Wir spüren, das ist mehr als die Feier eines Ereignisses aus vergangenen Tagen. Das betrifft uns.

Groß ist der Kummer, den wir am Karfreitag miteinander teilen. Kummer über so viel Leid und über unsere Schuld.

Übergroß ist die Freude, wenn wir uns am Ostermorgen frühzeitig vor der Nostitzer Kirche wiedertreffen, um das Licht der Osterkerze neu zu entzünden und in die Kirche hereinzutragen. Ja, Christus ist unser Licht!

Danach haben wir im Kittlitzer Pfarrhaus miteinander gefrühstückt und es war schön, unter Geschwistern an diesem frühen Morgen zusammenzusitzen.

Und schließlich haben wir Gottesdienst gefeiert und mit lauter Stimme dem Jubel Ausdruck verliehen: Jesus lebt, mit ihm auch ich!, das ist unser Glaube und unsere Hoffnung.

Bleibet hier und wachet mit mir

In unserem Tagwerk widmen wir allen möglichen Dingen Zeit und Aufmerksamkeit. Gebetszeiten kommen dabei oft vergleichsweise kurz. Und wenn wir in zeitliche Bedrängnis geraten, dann sind es oft diese Zeiten, die wir als erstes streichen.

In dieser Nacht wollten wir es anders machen. Wach wollten wir sein und unser Gespräch mit Gott nicht stören lassen.

Es war eine gesegnete Nacht.  Ganz unterschiedlich trafen wir uns in dieser Zeit - mal mit kraftvollem Lobpreis, mal in der Stille. In Gottes Wort haben wir gelesen, wir haben ihn in dieser Nacht mit unseren Anliegen bestürmt und dann wieder gehört, was er uns sagen will. 

Dankbar sind wir, wieviele Geschwister sich aufgemacht haben, um mit uns in diesen Stunden zu wachen und zu beten.

Am Morgen danach waren wir reichlich müde, zugleich aber zutiefst dankbar und neu gestärkt.

Adventskonzert 2018

Wer der Betriebsamkeit des Advents für einen Moment entfliehen will, der findet alljährlich beim Adventskonzert einen guten Ort dazu.

Auch in diesem Jahr trafen wir uns wieder zum Konzert am dritten Advent in der Kittlitzer Kirche und ließen uns auf die bevorstehende Weihnacht einstimmen. 

An diesem Nachmittag musizierten für uns das Blechbläserensemble der Kreismusikschule sowie der Posaunenchor unserer Kirchgemeinde. Der Kirchenchor brachte uns mit geistlicher Chormusik ein Stück näher zum Kern des Weihnachtsfestes, ebenso die junge Organistin Amelie Gläser. Dazwischen wurden kleine Erzählungen gelesen. Und zwischendurch durfte auch die Konzertgemeinde immer wieder in das eine oder andere Lied einstimmen.

Wir danken allen Musikern, die uns an diesem Nachmittag mit ihrer Musik angerührt haben.

Das sei an dieser Stelle gesagt: Eine ganz besondere Freude sind uns die jungen Musiker, die dieses Konzert jedes Jahr mitgestalten. Sie sind uns eine Hoffnung!

Erntedank 2018

Ein wunderbares Erntedankfest liegt hinter uns.

Trotz des trockenen Sommers und mancher Einbußen bei der Ernte kamen am Vortag des Erntedanktages viele Gemeindeglieder und brachten ihre Erntegaben herzu. Fleißige Helfer drappierten die guten Gaben schließlich an Ort und Stelle und am Ende sah alles wunderbar aus.

Am Sonntag feierten wir einen ganz und gar festlichen Gottesdienst. Die Kinder des Kindergartens sangen Lieder und trugen Gedichte vor und die Schule hatte - passend zum Erntefest - ein Theaterstück einstudiert. Chor und Posaunenchor musizierten und die Gemeinde sang fröhlich mit.

Nach dem Gottesdienst gab es gutes Essen im Schlosspark. Das milde Herbstwetter trug seinen Teil zum Fest bei und die Menschen genossen den Platz in der Sonne und die Zeit miteinander.

Nachmittags trafen wir uns noch einmal zum Konzert in der Kirche. Da spielte uns "zwischenFall" aus Leipzig auf. Die drei Musiker trafen sichtlich den Nerv der Zuhörer mit ihren Liedern und Texten, teils humorvoll, teils nachdenklich. Erfüllt verließen die Zuhörer schließlich die Kirche. Ja, es war wirklich ein Fest!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und an alle mitwirkenden Vereine: Ohne euch wäre dieser Tag nicht denkbar gewesen. Danke dafür!

Vor allem aber wollen wir unserem Gott danken, der uns so reich beschenkt!

Sommercafé 2018

Zum dritten Mal veranstalteten wir nun unser Sommercafé am Johannistag. Der ursprüngliche Wunsch für dieses Sommercafé war es, im Laufe der Jahre einmal die vielen Orte in unserer Gemeinde aufzusuchen und Gemeinde "vor Ort" erlebbar zu machen.

An die beiden vergangenen Jahre haben wir schöne Erinnerungen, da besuchten wir bereits Lautitz und Großdehsa. In diesem Jahr luden wir nach Kittlitz ein, weil der Johannistag auf den Sonntag fiel und der Pfarrhof uns da der geeignete Ort schien.

Das Wetter war an diesem Wochenende leider tatsächlich verregnet, so dass wir in die Gemeinderäume flüchten mussten. Aber die herrlichen Wiesensträuße, die im Vorfeld zusammengebracht und auf den Tischen dekoriert worden waren, machten solch eine  wunderbare Atmosphäre. dass wir das schlechte Wetter draußen fast vergaßen.

Der Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt, gemütlich war es, Kaffee und Kuchen gab es reichlich und es wurde ein fröhlicher und segensreicher Nachmittag.

Wie in den vergangenen Jahren war das gemeinsame Singen von Kirchen- und Volksliedern ein ganz besonderes Erlebnis.Wir merken jedes Jahr aufs Neue, welcher Schatz in vielen dieser alten Lieder verborgen liegt.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die an diesem Nachmittag mitwirkten!

Nächstes Jahr wollen wir nach Rosenhain kommen.

Siehe, er kommt mit den Wolken

Ganz erfüllt schauen wir auf den diesjährigen Himmelfahrtstag zurück. Wir fühlen uns reich beschenkt.

Familie Lehmann in Spittel hatte wieder ihren Hof geöffnet und die Gemeinde herzlich eingeladen. Und wir waren gern zu Gast. Ab 10 Uhr strömten die Leute herzu, die Spitteler zu Fuß, viele andere aus den umliegenden Dörfern mit dem Fahrrad. Das Wetter bot sich einfach an. Und wir feierten wahrhaft ein Fest – um uns die erwachende Natur, der Altar mit duftigem Flieder geschmückt und wir brachten Gott auf unsere Weise unser Loblied da.

Wir haben miteinander in großer Runde Abendmahl gefeiert, sind gestärkt worden und haben die Gemeinschaft mit unseren Geschwistern genossen. Nach dem Gottesdienst blieben wir noch zusammen, aßen gemeinsam zu Mittag und hatten Zeit miteinander zu erzählen. Anschließend gab es gleich Kaffee und dazu eine herrliche Auswahl an Selbstgebackenem (ein Dankeschön an die Kuchenbäcker!). Und für die zahlreichen Kinder war außerdem noch reichlich Interessantes auf dem Hof zu entdecken und erleben. Die letzten verabschiedeten sich schließlich am späten Nachmittag.

Nun sind wir ganz dankbar, zuallererst Gott für so viel Segen, auch Lehmanns für ihre Bereitschaft und die Herzlichkeit, mit der sie uns empfangen haben,  und schließlich  allen weiteren Helfern, die sich an diesem Tag mit eingebracht haben.

Helferdankeschön

Es war längst überfällig, sich wieder einmal bei all denen zu bedanken, die in unserer Gemeinde auf so vielfältige Weise ihre Dienste tun. Deswegen hatten wir für den 11. März (hoffentlich) alle Helfer ins Herrenhaus nach Nostitz eingeladen. Viele waren der Einladung gefolgt und so saßen schließlich etwa 90 Gemeindeglieder an den schön gedeckten Tischen im Herrenhaus.

Wir feierten miteinander Gottesdienst, was etwas ungewohnt war, denn wann feiert man sonst schon einmal Gottesdienst am Esstisch.

In diesem Gottesdienst stand uns der Segen eines solchen großen Netzwerkes an Helfern sichtbar vor Augen (wenn es auch etwas verwirrend war).

Danach gab es ein richtig gutes Mittagessen in fröhlicher Atmosphäre und mit vielen freundlichen Tischgesprächen.

Wir sind Gott von Herzen dankbar für die vielen Helfer in unserer Gemeinde und zugleich dafür, dass wir so einen schönen Tag miteinander erleben durften. Das wiederholen wir zu gegebener Zeit wieder!

Was wir auf dem Konficastle erlebt haben

Das Konficastle ging vom Samstag, den 10. Februar bis zum Mittwoch, den 14. Februar.

In dieser Zeit waren wir mit ungefähr 160 anderen Leuten auf der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Der Anreisetag war sehr entspannt. Der erste Eindruck von uns Konfis war positiv und wir hatten alle Spaß. Am 2. Tag waren wir früh dran mit dem Thema, da ging es um das Wasser des Lebens.

Nachmittags gab es verschiedene Workshops (das waren Freizeitbeschäftigungen, die wir uns aussuchen konnten). Da war für jeden was dabei.

Frühs wurden wir Konfis mit lauter Musik geweckt. Vor dem Frühstück haben wir uns mit unserer Konfigruppe in einem Extraraum getroffen um zu beten. Beim Frühstück gab es dann den Plan, was wir an dem Tag alles machen. Es war immer unterschiedlich. Wir Konfis waren der Meinung, dass wir zu wenig Freizeit hatten um uns auszuruhen. Zum Frühstück, Mittag und Abendessen gab es immer sehr leckeres Essen.

Am letzten Abend musste jede Konfigruppe  einen eigenen Betrag zum sogenannten Burgfest vorstellen. Unsere Konfigruppe drehte dafür ein Video mit dem Titel „10 Arten von Konficastlebewohnern“. Das war lustig – für uns und auch für die anderen.

Dann kam auch schon der Abreisetag, wir mussten unsere Koffer packen und das Zimmer aufräumen.

Es war eine schöne Zeit, die wir noch mal erleben wollen.

Von Hanna  

Kirchvorstehertag 2018

"Nichts wird einer entmutigten Gemeinde schneller Energie geben, als wenn sie ihren Auftrag wieder neu entdeckt."

Diesen Satz hat ein bekannter Glaubensbruder einmal formuliert.1 Als entmutigte Gemeinde würden wir uns wohl nicht bezeichnen, aber die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben Spuren an uns hinterlassen. Die fast dauerhafte Auseinandersetzung mit unserer kleiner werdenden Gemeinde und den daraus folgenden Veränderungen in unserem Gemeindeleben sowie die fortwährenden Umstrukturierungen haben Kraft gekostet.Wir hatten den Eindruck, dass sich die zweitrangigen Dinge immer mehr in den Vordergrund schieben und uns die Sicht auf das Wesentliche versperren.

Deshalb haben wir Kirchvorsteher uns am 20. Januar 2018  für einen Tag zurückgezogen ins Bischof-Benno-Haus nach Schmochtitz, um neue Kraft zu schöpfen und Prioritäten neu zu setzen.Es war ein guter und hilfreicher Tag, darin sind wir uns im Rückblick einig.

Wir haben ein Bild von der Zukunft unserer Gemeinde geträumt.Wir haben mit wachen Augen gesehen, was für Schätze Gott uns in unserer Gemeinde schenkt (Wir waren erstaunt, und gleichermaßen beglückt darüber, was alles da ist.) Und ja, wir haben uns Gottes Auftrag und unsere Aufgabe neu vor Augen gestellt.

Dankbar und gestärkt haben wir uns am Abend wieder auf den Heimweg gemacht.


1 Rick Warren: Kirche mit Vision, S. 83.

Adventskonzert 2017

Unser Adventskonzert in der Kittlitzer Kirche hat mittlerweile eine gute Tradition. Wir freuen uns über die vielen Menschen, die auch in diesem Jahr herzugekommen sind, um sich von der Musik und den Texten auf die vor uns liegende Weihnachtszeit einstimmen zu lassen.

Dabei wechselten sich Besinnliches, Geistliches und Unterhaltsames in einer guten Weise ab. Besondere Höhepunkte waren in diesem Jahr mit Sicherheit die Stücke für Orgel und Solotrompete.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Musikern, namentlich dem jungen Solisten Alex Feige an der Solotrompete, den Blechbläsern der Kreismusikschule, dem Posaunenchor und dem Kirchenchor unserer eigenen Kirchgemeinde sowie Volker Klimpel an der Orgel.

Das war das Reformationsfest 2017

Lange wurde auf diesen Tag hingearbeitet. Die Medien bearbeiteten die Themen Reformation und Martin Luther so massiv, dass wir uns in der Vorbereitung gefragt haben, ob am Reformationstag, dem eigentlichen Jubiläumsdatum, überhaupt noch jemand Kraft zum Feiern hat und sich auf unsere Einladung hin einladen lässt.

Die Sorge war unbegründet und im Rückblick sind wir dankbar

  • für die vielen Menschen, die aus unserer Gemeinde und auch aus den Schwesterkirchgemeinden in die Kittlitzer Kirche gekommen sind.
  • für einen so schönen, festlichen Gottesdienst.
  • für die schöne Musik zu Gottes Lob.
  • für unseren Posaunenchor der an diesem Tag sein großes Jubiläum gefeiert hat und zu diesem Anlass von den Posaunenchören der Schwesterkirchgemeinden unterstützt wurde. 
  • für die vielen Kinder, die an diesem Tag in unserer Kirche waren und über den Pfarrhof rannten.
  • für ein Abendmahl, über dessen Form man sich ganz bestimmt und nach guter reformatorischer Tradition streiten kann.
  • für eine so stimmungsvolle, warme Scheune voller Menschen. Noch vor einem Jahr war diese Scheune gefüllt mit Zeug, das man „vielleicht noch mal gebrauchen könnte“. An diesem Tag war sie voller Menschen und voller Wärme. Das wünsche ich mir häufiger.
  • Dankbar bin ich für jedes gute Gespräch, das an diesem Tag geführt wurde. Wir hatten angeregt, sich über die Zukunft der Kirche auszutauschen. An manchen Tischen wurde dieser Impuls dankbar aufgegriffen, an anderen waren offenbar andere Themen wichtiger. Auch das ist schön. Es zeigt mir, wie gut uns die Gemeinschaft tut und wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, wo wir uns als Gemeinde begegnen können.

Und schließlich bin ich sehr dankbar für all diejenigen, die sich aus allen Gemeinden haben ansprechen lassen und an diesem Tag, beziehungsweise in dessen Vorbereitung mitgewirkt haben. Ihnen und euch sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich Danke gesagt.          

Elisabeth Süßmitt

Besuch der Partnergemeinde

Zu unseren diesjährigen 20. Erntedankfest und anlässlich unseres 200-jährigen Posaunenchorjubiläums besuchten uns unsere Geschwister aus der Partnergemeinde in Wilstedt/Tarmstedt und feierten mit uns zusammen.

Es war eine tolle Zeit und wir erinnern uns gern an die Tage zurück.

Auf ein baldiges Wiedersehen!

Gemeinsam unterwegs - Gemeindeausfahrt 2017

Am 22. August waren wir auf Gemeindeausfahrt im Elbsandsteingebirge.

Früh beizeiten trafen wir uns auf dem Pfarrhof in Kittlitz und schon vor unserer Abreise gab es bei manchem die erste Überraschung. Bekanntermaßen ist unsere Gemeinde ja relativ groß und hier trafen sich Menschen wieder, die sich offensichtlich seit langer Zeit nicht mehr begegnet waren. Der Bus fuhr uns sicher in Richtung Sächsische Schweiz und da wir uns miteinander in guter Gemeinschaft befanden, verging uns die Zeit wie im Flug. Wir hatten genügend Zeit für Gespräche, sangen das eine oder andere Lied und hörten allerhand Wissenswertes zur Region. Angekommen in Königstein erwartete uns die schwierigste Etappe unseres Ausflugs. Hier sollte unsere Reise mit dem Schiff weitergehen, aber bis zum Schiffsanleger war es ein gutes Stück zu Fuß. Gerade für diejenigen in unserer Gruppe, für die jeder einzelne Schritt beschwerlich ist, war das eine Herausforderung. Manchmal hilft Gott auf seine eigene Weise und dass unser Schiff an diesem Tag eine viertel Stunde später kam, bedauerte wohl niemand von uns. Auf dem Schiff angekommen, waren die Anstrengungen so gut wie vergessen. Wir genossen neben einem guten Mittagessen die herrliche Aussicht auf die Sächsische Schweiz. Das Schiff fuhr mit uns nach Hrensko und von dort nach einem kurzen Aufenthalt wieder zurück nach Bad Schandau. Von da ging es wieder mit unserem Bus weiter – durch das Kirnitzschtal zum Gasthof Lichtenhainer Wasserfall. Bei Kaffee und Kuchen, wahlweise Eis ließen wir es uns gut gehen. Danach war es schon Zeit für den Heimweg.

Wieder einmal war zu spüren, wie gut das ist, als Gemeinde miteinander unterwegs sein. Dankbar waren wir sowohl für die schönen landschaftlichen Eindrücke als auch für die Gemeinschaft, die uns an diesem Tag verbunden hat. Eine Frau sagte dankbar zu mir: Ich habe nie gedacht, dass ich noch einmal bis zur Elbe komme. Ein Dank sei an dieser Stelle all denen ausgesprochen, die sich in besonderer Weise um die Älteren, Hilfebedürftigen bemüht haben und deren Mitfahren ermöglicht haben.